Getränke-Fachgeschäft Hackl
Firmen-Portrait


Wir springen nicht auf jeden Zug
Nichts ist beständiger als der Wandel, lautet eine alte Weisheit. Eine Regel, die auch auf die Getränkebranche zutrifft. Allerdings muß man nicht jedem Modetrend hinterher rennen, um erfolgreich zu sein. Das beweisen Getränkehändler wie Hans Hackl, der mehr auf Beständigkeit als auf ständige Veränderungen setzt. In der Selber Getränkeszene, in der es mittlerweile vor Konkurrenz geradezu wimmelt, hat sich sein Familienbetrieb mit konsequenter Dienstleistungsorientierung einen festen Stammplatz gesichert. Offensives, gar aggressives Marketing, oder Verkauf unter Einstandspreis ist nicht gerade Hans Hackls Sache.

Firmengebäude in der Mühlstraße 1 in Selb
Firmengebäude

Wir sind ein konservatives Haus
Nein, zu den flippigen Avantgardisten des Gefränkehandels zählt Hackl nicht. Das würde auch gar nicht zu seiner Mentalität passen. Hackl wirkt und agiert vielmehr als traditioneller, stiller Geschäftsmann. "Wir sind ein konservatives Haus, das nicht gleich auf jeden Zug springt, und das nicht laufend seine Lieferanten wechselt", erklärt der gelernte Kaufmann. Der Selber behauptet sich lieber mit Kontinuität und einer klaren Firmenphilosophie in einer von Umstrukturierungen geprägten Branche und das offensichtlich erfolgreich. "Warum soll man an einem Geschäft, das läuft irgend etwas ändern?" kommentiert der engagierte Getränkehändler und kontert die Frage nach eventuellen Expansionsplänen mit den Worten: "Lieber solide wachsen als sich mal eben schnell übernehmen." Man konzentriere sich voll und ganz auf das Geschäft in der Mühlstraße 1, auch wenn es dort (an der Kreuzung Mühlstraße und Talstraße) zu wenig Parkplätze gebe. Der Gedanke an einen Standortwechsel flammte zwar irgendwann mal kurz auf, wurde aber schnell wieder verworfen. Hackl fände es töricht, die alteingesesse Adresse in der Selber Innenstadt aufzugeben und in einen größeren Laden "auf der grünen Wiese" umzuziehen - zumal sich die Immobilie im Besitz der Familie befindet. Hans Hackl selbst ist seit 1971 in dem 1932 gegründeten Familienbetrieb tätig. 1985 übernahm er das Geschätt von seinem gleichnamigen Vater. Neben dem Inhaber, seiner Ehefrau und seiner Schwester sind noch drei Vollzeitkräfte in dem Geschäft tätig. Trotz fehlender offensiver Neukundenakquise verbucht er seit Jahren einen permanenten Kundenzuwachs. "Das läuft alles über Mundpropaganda" erzählt der Inhaber zufrieden und verweist dabei auf die Überzeugungskraft seiner "treuen Stammkunden". Die kommen aus dem gesamten Umkreis. "Ca. 70 % der Kundschaft sind Endverbraucher, der Rest Gewerbe, lndustrie und Gastronomie. Über einen eigenen Zustelldienst beliefert das Geschäft auch seine Kunden innerhalb der Selber Stadtgrenzen täglich. Die Kunden von außerhalb kommen meist selbst her, um Ware abzuholen. Vor dem Hintergrund der konjunkturellen Schieflage in SeIb mußte auch Hackl feststellen, "daß bei den Leuten das Geld nicht mehr so locker sitzt". Abstriche machten insbesondere die lndustrie- und die Gastronomiekunden. "Wir haben weit über SeIb hinaus die größte Auswahl an Weinen und Spirituosen," nennt Hans Hackl einen wichtigen Grund, warum seine Kunden mitunter lange Anreisewege in Kauf nehmen.

 

Riesenauswahl an Weinen und Spirituosen
Die Auswahl an Weinen und Spirituosen habe schon häufig als Türöffner für neue Kunden fungiert, blickt Hans Hackl zurück und konkretisiert: "Mit Bier und Mineralwasser allein kann doch heutzutage kein Fachhändler mehr überleben. Man braucht eine Reihe ausgefallener Sachen. Wein, Sekt und Spirituosen gehen bei uns eine Symbiose ein, wobei wir versuchen, uns qualitativ gegenüber 08/15-Programmen nach oben hin abzusetzen. Der ambitionierte Getränkehändler führt allein 1800 verschiedene Sorten Wein, Sekt und Spirituosen. Das ebenfalls umfangreiche Bier und alkoholfreie Sortiment beeinhaltet 600 Positionen.

Sortiment
Sortiment

Gegenüber 08/15 abgrenzen
Allerdings kommt auch Hackl nicht drumherum bekannte Marken anzubieten, die im Lebensmittelhandel unter einem enormen Aktionspreisdruck stehen. "Die müssen sie einfach palettenweise beziehen, da führt kein Weg dran vorbei", meint Hackl fast ein wenig entschuldigend. Er ordert die Markenprodukte direkt bei den HersteIlern oder Importeuren, die über den Einkaufsverband GES Nürnberg abgerechnet werden, in dem er Mitglied ist. Den im Getränke-Forum vereinten Getränkehändlern der GES Nürnberg hat er sich allerdings nicht angeschlossen. "Langfristig gibt's in solchen Vereinigungen immer Probleme. Wir kochen lieber unser eigenes Süppchen", gibt er sich reserviert. Im Weinbereich liegen Hackl besonders die deutschen Weine am Herzen, von denen er ein breites Sortiment führt. "Das Problem bei deutschen Weinen ist, daß sie sich schwerer verkaufen lassen als ausländische", sagt Hackl und erklärt, warum: "Weil deutsche Weine oft mehr Zeit zum Reifen brauchen". Seine Kundschaft präferiere hingegen zunehmend jung zu trinkende Weine, allem voran Weißweine aus Italien. Italienische und französiche Weine bilden bei Hackl auch den Sortimentsschwerpunkt beim Wein. Vieles davon sind Direktimporte. "Schwer im Kommen sind Weine aus Übersee". Hackl verspürt momentan vor allem eine wachsende Nachfrage nach südafrikanischen, kalifornischen, chilenischen und neuseeländischen Rebsortenweinen.

 

Luxus der Lagerhaltung
Auch Weinen aus Südosteuropa bescheinigt er jede Menge Entwicklungspotential, hält sich aber in diesem Sortiment noch zurück: "Ich muß nicht einer der ersten sein, der das ganze forciert". Großen Wert legt er hingegen auf eine funktionierende "Lagerhaltung". In den Kellerräumen liegen einige tausend Flaschen - ein Luxus, den sich nur noch wenige seiner Berufskollegen leisten wollen. "Bei gewachsenem Geschäft wie dem unseren ist das Problem der Lagerhaltung nicht so groß. Dafür wissen die Kunden, daß wir auch mal zehn Kartons eines bestimmten Produktes vorrätig haben." Um ihre eigenen Lagerkosten gering zu halten, weiß Hackl "ordern die Kunden häufig erst auf den letzten Drücker - und sind froh, wenn sie innerhalb kürzester Zeit die gewünschte Ware in ausreichender Menge geliefert bekommen", beschreibt er die Vorteile seiner Lagerhaltungspolitik.

Lager
Lager

Erfolgsfaktor Dienstleistung
Als entscheidende Trumpfkarte und wichtigen Erfolgsfaktor in seinem Konzept erachtet Hackl zu guter Letzt die Dienstleistung:
Die Geschäftszeiten:
Montag bis Freitag von 7.30 - 18 Uhr
und Samstag von 7.30 - 14 Uhr durchgehend geöffnet.
Das breite Sortiment
ständig 2400 verschiedene Sorten an Getränken aller Art vorrätig
Der Kofferaum-Service
das Be- und Entladen der Kundenfahrzeuge.
Der Zustelldienst
tägliche Zustellungen innerhalb von 2 Stunden nach Auftragseingang.
Die aktuellen Kunden-Informationen
Hackl - aktuell im Selber Tagblatt.
Der Geschenk-Service
kostenloses Verpacken in Geschenkpapier, Geschenkgutscheine, Geschenkverpackungen.
Die Kommisionslieferungen
bei Festen und Veranstaltungen
Das und vieles mehr, sind Leistungen, die durch keinen noch so effektvollen Marketing-Gag zu ersetzen sind.

Kofferraum-Service
Kofferraum-Service